Verzeihung, sind Sie mein Körper?

Hier werden interessante Ressourcen, inspirierende Ideen und innovative Informationen rund um die Themen Körper, Nervensystem, Embodiment und Resilienz gesammelt. Manches ist zum Ausprobieren gedacht, manches als Denk- und Fühl-Anregung und manches darf das Zwerchfell bewegen, also zum Lachen bringen.  

So oder so... viel Spaß beim Lesen und Stöbern!


Was eine Umarmung alles bewirkt - wenn sie   20 Sekunden lang ist :)

Eine Umarmung zwischen zwei Pesonen dauert durchschnittlich 3 Sekunden.

Wenn eine Umarmung aber 20 Sekunden lang sein darf, entsteh ein nahezu therapeutischer Effekt für Körper und Geist. Bei einer ehrlichen Umarmung, die lang genug ist, wird Oxytocin ausgeschüttet, auch bekannt als das "Liebes-Hormon". Oxytocin beeinflusst unsere körperliche, mentale und emotionale Gesundheit. Es hilft uns, zu entspannen, uns sicher zu fühlen, Ängste zu reduzieren usw. Diesen wunderbaren "Tranqilizer" gibt es sozusagen umsonst, wenn wir jemanden länger umarmen, ein Kind knuddeln, mit einem Haustier schmusen, mit dem/r Partner/in tanzen oder auch jemandem im wahrsten Sinne des Wortes "eine Schulter zum Anlehnen" bieten. Die berühmte systemische Psychotherapeutin und Familienstellerin Virginia Satir sagte,We need 4 hugs a day for survival.We need 8 hugs a day for maintenance. We need 12 hugs a day for growth.”

 

Ob das exakte Menge ist, sei dahingestellt. Aber es gibt inzwischen die wissenschaftlichen Nachweise, was Berührungen, physischer Kontakt, Umarmungen in uns Gutes tun. Hier die einzelnen Gründe, warum wir uns lang genug umarmen bzw. berühren sollten:

 

STIMULATES DOPAMINE Everything everyone does involves protecting and triggering dopamine flow. Low dopamine levels play a role in the neurodegenerative disease Parkinson’s as well as mood disorders such as depression. Dopamine is responsible for giving us that feel-good feeling, and it’s also responsible for motivation! Hugs stimulate brains to release dopamine, the pleasure hormone. Dopamine sensors are the areas that many stimulating drugs such as cocaine and methamphetamine target. The presence of a certain kinds of dopamine receptors are also associated with sensation-seeking.

STIMULATES SEROTONIN Reaching out and hugging releases endorphins and serotonin into the blood vessels and the released endorphins and serotonin cause pleasure and negate pain and sadness and decrease the chances of getting heart problems, helps fight excess weight and prolongs life. Even the cuddling of pets has a soothing effect that reduces the stress levels. Hugging for an extended time lifts one’s serotonin levels, elevating mood and creating happiness.

PARASYMPATHETIC BALANCE Hugs balance out the nervous system. The skin contains a network of tiny, egg-shaped pressure centres called Pacinian corpuscles that can sense touch and which are in contact with the brain through the vagus nerve. The galvanic skin response of someone receiving and giving a hug shows a change in skin conductance. The effect in moisture and electricity in the skin suggests a more balanced state in the nervous system – parasympathetic. Embrace, embrace with your heart.

SELF-ESTEEM Hugging boosts self-esteem, especially in children. The tactile sense is all-important in infants. A baby recognizes its parents initially by touch. From the time we’re born our family’s touch shows us that we’re loved and special. The associations of self-worth and tactile sensations from our early years are still imbedded in our nervous system as adults. The cuddles we received from our Mom and Dad while growing up remain imprinted at a cellular level, and hugs remind us at a somatic level of that. Hugs, therefore, connect us to our ability to self love.

STIMULATES OXYTOCIN Oxytocin is a neurotransmitter that acts on the limbic system, the brain’s emotional centre, promoting feelings of contentment, reducing anxiety and stress, and even making mammals monogamous. It is the hormone responsible for us all being here today. You see this little gem is released during childbirth, making our mothers forget about all of the excruciating pain they endured expelling us from their bodies and making them want to still love and spend time with us. New research from the University of California suggests that it has a similarly civilising effect on human males, making them more affectionate and better at forming relationships and social bonding. And it dramatically increased the libido and sexual performance of test subjects. When we hug someone, oxytocin is released into our bodies by our pituitary gland, lowering both our heart rates and our cortisol levels. Cortisol is the hormone responsible for stress, high blood pressure, and heart disease.

PREVENTS DISEASE  Affection also has a direct response on the reduction of stress which prevents many diseases. The Touch Research Institute at the University of Miami School of Medicine says it has carried out more than 100 studies into touch and found evidence of significant effects, including faster growth in premature babies, reduced pain, decreased autoimmune disease symptoms, lowered glucose levels in children with diabetes, and improved immune systems in people with cancer.

STIMULATES THYMUS GLAND Hugs strengthen the immune system. The gentle pressure on the sternum and the emotional charge this creates activates the Solar Plexus Chakra. This stimulates the thymus gland, which regulates and balances the body’s production of white blood cells, which keep you healthy and disease free.

Quelle Text: Geschlossene Facebook-Gruppe Somatic Experiencing, Beitrag von B. Bog | Quelle Abb.: Ich weiß es leider nicht. Wer es weiß, sage es mir bitte!


Selbstberuhigung durch Klopfen?

Diese "Trauma Tapping Technique (TTT)" kann eine einfache Möglichkeit sein, sich zu beruhigen, die Selbstregulationskräfte anzuregen und in den Körper zurückzukehren, wenn wir aufgrund eines Schreckens oder einer Stresssitauation den Kontakt zu uns verloren haben. Die Übungen sind vielfach erprobt. Mehr Infos und die Anleitung finden Sie hier: http://www.selfhelpfortrauma.org/

Quelle: http://www.selfhelpfortrauma.org/download-pdf


Woraus besteht eine "Emotion"?

und

Kann ich Einfluss nehmen auf die Dauer eines Gefühls?

Wir sollten wissen, dass eine Emotion aus 2 Teilen besteht:

1. aus einer körperlichen Empfindung (einer bestimmten „Erregung“) und

2. aus unseren Gedanken darüber, unserer Interpretation.

 

Und es kann sein, dass "nur" die Interpretation aus dem Empfinden etwas negatives daraus macht?

Es lohnt sich, das im Alltag mal zu beobachten:

Was nehme ich rein körperlich wahr? Und was "sagt" mein Kopf dazu?

Und wenn man es schafft, eine Weile nur den Körper zu beobachten, merkt man, dass sich dieses körperliche Empfinden, z.B. Herzklopfen, Kribbeln in den Armen, eine Hitzewelle o.ä. nach

ca. 90 Sekunden auch schon wieder verändert oder sich auflöst. 

 

Wenn der (Gefühls)Zustand länger anhält, kann es sein, dass wir ihn (unbewusst) durch unsere Gedanken  aufrecht erhalten bzw. anfeuern und dann kann aus 90 Sekunden, 9 Minuten, 9 Stunden oder 9 Tage werden... mehr als vielleicht eigentlich (biochemisch) notwendig wäre.

Durch Fragen wie diese können Sie Ihren Geist beschäftigen, um ihn "abzulenken":

- Wo in meinem Körper spüre ich JETZT etwas? 

- Und was genau nehme ich da wahr?

- Und wenn ich es als Bild beschreiben oder als Form/Farbe sehen würde, wie sähe das aus? 

- Bewegt sich irgendwo in mir auch etwas und hat die Bewegung eine Richtung?

- Und wenn ich es eine Weile nur beobachte ... was passiert als nächstes im Körper?

- Und dann ... ?

- Und wie geht es mir JETZT?

 

Und so haben Sie sich selbst im Sinne eines Achtsamkeit-Trainings dabei beobachtet, wie u.a. Ihr Nervensystem wie von selbst in Ihnen reguliert.

Photo by Ryan Franco, Photo by Adrian Swancar, Photo by Priscilla Du Preez, Photo by Andre Guerra. All on Unsplash.


Warum fühlen und denken wir nachts anders?

Nachts produziert der Körper kein Serotonin, das "Glückshormon". Deshalb empfinden wir manche Dinge nachts schlimmer als am Tag. Nehmen Sie sich also nachts bitte nicht ganz so ernst!

Lieber etwas bewegen, ein paar Seiten lesen, eine to do-Liste schreiben ö.a. und erst am nächsten Tag wieder über XY nachdenken.

 


Die beste Anleitung für den Brust-Check

...

Die beiden Filmemacherinnen Mona Chalabi und Mae Ryan produzierten dieses starke Video, in dem sie klar zeigen, worauf wir achten sollten. Ein mitreißender Clip, den jeder zumindest einmal gesehen haben sollte!

Natürlich ist uns irgendwie klar, dass wir regelmäßig mal unsere Brüste nach Veränderungen abtasten sollten. Die meisten von uns tun es aber trotzdem nicht. Warum? Viele sind unsicher, wie genau sie das überhaupt tun sollen, worauf sie achten müssen, ob sie dabei vielleicht etwas falsch machen können.

Quelle: https://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/brustkrebs-check--dieses-video-zeigt--wie-es-geht--11662018.html


Das wär' natürlich auch manchmal einfach schön ...
Das wär' natürlich auch manchmal einfach schön ...

Selbstregulation & Selbstberuhigung

Im Einführungstext des Videos ist zwar die Rede vom großen (und vielleicht auch abschreckenden) Wort "Trauma", aber wenn man dies durch "viel Stress" oder "chronischen Stress" ersetzt, können diese von Peter Levine beschriebenen Übungen als SOS-Hilfe dienen, wenn "einem alles zuviel wurde", man "aus der Haut gefahren ist" und nicht wieder in sich hinein findet oder wenn eine emotionale Welle einen zu überfluten scheint.

PS: Peter Levine übrigens ist der Entwickler von "Somatic Experiencing", einem körperorientierten Konzept zur Behandlung und Prävention von Stress, Schock und Trauma.


Stress? Wie wär's, wenn einfach nur Zittern schon helfen könnte?

Mit TRE, den Tension Releasing Exercises, wäre das eine neue (aber eigentlich ur-ur-uralte körpereigene) Möglichkeit, um Muskeln zu entspannen, Gefühle von Enge und Druck, innerer Unruhe und vielerlei Stress-Symptome aufzulösen.

Auf der Website des Schweizer TRE-Verbandes gibt es einige gute Videos dieser simplen, hilfreichen Technik:

TRE Schweiz Video-Sammlung



"Wenn's pressiert, muss man sich Zeit lassen."


Eisenmangel durch Menstruation - ein oft unterschätztes Problem

Leider ist der oben abgebildete, leckere Kaffee ein Räuber - ein sogenannter "Eisenräuber" (genau wie Schwarzer Tee übrigens). Der folgende Artikel möchte uns Frauen für dieses Thema sensibilisieren:

"Während 40 ml Blut pro Menstruation bei normalen Zyklus Zeitintervallen aus medizinischer Sicht als normal anzusehen sind, zählen z.B. folgende Zustände zu den menstruellen Störungen, wo ein Eisenmangel häufig einhergeht:

 

- Hypermenorrhoe (übermäßig starker Blutung) > 80 ml pro Monatsblutung

- Menorrhagie (verlängerte Monatsblutung) > 7 Tage

- Polymenorrhö  (Verkürzung des Regelintervalls ) < 25 Tage Abstände

 

Oft wird die Häufigkeit dieser im Alltag körperlich und seelisch sehr belastenden Regelanomalien unterschätzt. Insbesondere vor den Wechseljahren sind besonders starke oder verlängerte Regelblutungen nichts Ungewöhnliches. Dabei werden die monatlichen Blutverluste oftmals falsch eingeschätzt und die betroffenen Frauen sind sich einer menstruellen Störung nicht bewusst. 

Zur besseren Einschätzung der eigenen Menstruation wurde in Zusammenarbeit mit der Eisenstoffwechselambulanz Hamburg-Eppendorf ein praktischer Regeltest entwickelt. 

Dieser Test ist unter www.mens-test.de für Sie verfügbar – Die Durchführung ist schnell, einfach und anonym. 

Anhand der Dokumentation des Hygieneartikelverbrauchs hilft er, die Menstruationsstärke richtig einzuschätzen und gibt zudem noch nützlicheTipps. 

 

Denn: Besteht der Verdacht auf eine Menstruationsstörung, sollte auf jeden Fall ein Gynäkologe aufgesucht werden."

 

--> Artikel (der Firma Ferro Sanol)



Das Gehirn an "einer Hand" erklärt

Daniel Siegel, Experte der Neurobiologie, erklärt auf verblüffend einfache Weise das Gehirn: 


Faszien: die oft übersehene Ursache von Schmerzen

Was kann hinter chronischen Schmerzen, Verspannungen und Schiefhaltungen stecken, wenn es nicht die Knochen oder Muskeln sind?

Mit großer Wahrscheinlichkeit spielen dann verkürzte, verdickte und "gestresste" Faszien eine Rolle. Die Faszien, ein umhüllendes, stützendes und bisher wenig beachtetes Bindegewebssystem im Körper, geraten erst seit relativ kurzer Zeit in den Blick der Wissenschaft. Wie man inzwischen weiß, sind Faszien dicht mit Rezeptoren und Nervenenden besiedelt, wodurch sie Schmerzreize aussenden können, und sie reagieren auf Stresshormone mit Kontraktion.

 

Sehen Sie selbst in dieser WDR-Sendung was es mit den Faszien auf sich hat: Auf der Spur der Faszien (Quarks & Co,, 29.01.13, WDR)

 

Warum kann CANTIENICA bei chronischen (auch postoperativen) Schmerzen und Verspannungen helfen? Weil die Methode eine Form von Faszien-Training ist. Wer mit CANTIENICA seine Knochen "sortiert", kann über die gezielten Knochenbewegungen seine Faszien dehnen, massieren, entspannen und so eingeklemmte Nerven befreien. Benita Cantieni, die Körperforscherin und Begründerin der Methode, hat mit Ihrer "Vivatomie" (lebendige Anatomie) und den speziellen Übungen etwas entwickelt, das in vieler Hinsicht seinesgleichen sucht. Denn welche andere Methode kann schon Ihre Kniescheiben zum Fliegen, Ihre Sitzbeinhöcker zum Schielen oder Ihr Brustbein zum Schmelzen bringen? :-)

 



CANTIENICA - zum Schnuppern in Bild & Ton

Einen kleinen Einblick in CANTIENICA-Übungen finden Sie über diesen Link: http://www.brigitte.de/figur/fitness-fatburn/cantienica-1132449/

 

Ein Mini-Workout für Rücken, Kreuz und Hüfte:

https://www.cantienica.com/single-post/2017/09/18/Miniworkout-für-Rücken-Hüften-und-Kreuz

 

12 Cantienica-Übungen (20 Minuten), die einen kleinen Einblick in dieses Körpergefühl geben. Und wenn nicht, dann zu einer Einzelstunde oder in einen Kurs kommen :-)

https://www.youtube.com/watch?v=_VoDd3GX-BU

 

Auch auf brigitte.de gibt's was zum "flache Bauch" aus der Cantienica-Ecke:

https://www.brigitte.de/gesund/fitness-fatburn/video--video--flacher-bauch-mit-cantienica-10142906.html

 

 Und hier eine kurze Audio-Beschreibung vom Gehen mit der Cantienica-Methode von Elisabeth Kirchmair: http://www.food4life.at/4306-2/