Verzeihung, sind Sie mein Körper?

Hier werden interessante Ressourcen, inspirierende Ideen und innovative Informationen rund um die Themen Körper, Nervensystem, Embodiment und Resilienz gesammelt. Manches ist zum Ausprobieren gedacht, manches als Denk- und Fühl-Anregung und manches darf das Zwerchfell bewegen, also zum Lachen bringen.  

So oder so... viel Spaß beim Lesen und Stöbern!


Woraus besteht eine "Emotion"?

und

Kann ich Einfluss nehmen auf die Dauer eines Gefühls?

Wir sollten wissen, dass eine Emotion aus 2 Teilen besteht:

1. aus einer körperlichen Empfindung (einer bestimmten „Erregung“) und

2. aus unseren Gedanken darüber, unserer Interpretation.

 

Und es kann sein, dass "nur" die Interpretation aus dem Empfinden etwas negatives macht. Es lohnt sich, das im Alltag mal zu beobachten: was nehme ich rein körperlich wahr? Und was "sagt" mein Kopf dazu?

 

Und wenn man es schafft, eine Weile nur den Körper zu beobachten, merkt man, dass sich dieses körperliche Empfinden, z.B. Herzklopfen, Kribbeln in den Armen, eine Hitzewelle o.ä. nach

ca. 90 Sekunden auch schon wieder verändert oder sich auflöst. 

 

Wenn der (Gefühls)Zustand länger anhält, kann es sein, dass wir ihn (automatisch) durch unsere Gedanken  aufrecht erhalten bzw. anfeuern und dann kann aus 90 Sekunden, 9 Minuten, 9 Stunden oder 9 Tage werden... mehr als vielleicht eigentlich (biochemisch) notwendig wäre. 

 

Durch Fragen wie diese können Sie Ihren Geist beschäftigen, um ihn "abzulenken":

- Wo in meinem Körper spüre ich JETZ etwas? 

- Und was genau nehme ich da war?

- Und wenn ich es als Bild beschreiben oder als Form/Farbe sehen würde, wie sähe das aus? 

- Bewegt sich da auch etwas und hat die Bewegung eine Richtung?

- Und wenn ich es eine Weile nur beobachte, was passiert als nächstes im Körper?

- Und dann ... ?

- Und wie geht es mir JETZT?

 

Und so haben Sie sich selbst im Sinne eines Achtsamkeit-Trainings dabei beobachtet, wie u.a. Ihr Nervensystem wie von selbst in Ihnen reguliert.


Warum fühlen und denken wir nachts anders?

Nachts produziert der Körper kein Serotonin, das "Glückshormon". Deshalb empfinden wir manche Dinge nachts schlimmer als am Tag. Nehmen Sie sich also nachts bitte nicht ganz so ernst!

Lieber etwas bewegen, ein paar Seiten lesen, eine to do-Liste schreiben ö.a. und erst am nächsten Tag wieder über XY nachdenken.



Das wär' natürlich auch manchmal einfach schön ...
Das wär' natürlich auch manchmal einfach schön ...

Selbstregulation & Selbstberuhigung

Im Einführungstext des Videos ist zwar die Rede vom großen (und vielleicht auch abschreckenden) Wort "Trauma", aber wenn man dies durch "viel Stress" oder "chronischen Stress" ersetzt, können diese von Peter Levine beschriebenen Übungen als SOS-Hilfe dienen, wenn "einem alles zuviel wurde", man "aus der Haut gefahren ist" und nicht wieder in sich hinein findet oder wenn eine emotionale Welle einen zu überfluten scheint.

PS: Peter Levine übrigens ist der Entwickler von "Somatic Experiencing", einem körperorientierten Konzept zur Behandlung und Prävention von Stress, Schock und Trauma.


Stress? Wie wär's, wenn einfach nur Zittern schon helfen könnte?

Mit TRE, den Tension Releasing Exercises, wäre das eine neue (aber eigentlich ur-ur-uralte körpereigene) Möglichkeit, um Muskeln zu entspannen, Gefühle von Enge und Druck, innerer Unruhe und vielerlei Stress-Symptome aufzulösen.

Auf der Website des Schweizer TRE-Verbandes gibt es einige gute Videos dieser simplen, hilfreichen Technik:

TRE Schweiz Video-Sammlung



"Wenn's pressiert, muss man sich Zeit lassen."

(Bayer. Sprichwort)


Eisenmangel durch Menstruation - ein unterschätztes Problem

Leider ist der oben abgebildete, leckere Kaffee ein Räuber - ein sogenannter "Eisenräuber" (genau wie Schwarzer Tee übrigens). Der folgende Artikel möchte uns Frauen für dieses Thema sensibilisieren:

"Während 40 ml Blut pro Menstruation bei normalen Zyklus Zeitintervallen aus medizinischer Sicht als normal anzusehen sind, zählen z.B. folgende Zustände zu den menstruellen Störungen, wo ein Eisenmangel häufig einhergeht:

 

- Hypermenorrhoe (übermäßig starker Blutung) > 80 ml pro Monatsblutung

- Menorrhagie (verlängerte Monatsblutung) > 7 Tage

- Polymenorrhö  (Verkürzung des Regelintervalls ) < 25 Tage Abstände

 

Oft wird die Häufigkeit dieser im Alltag körperlich und seelisch sehr belastenden Regelanomalien unterschätzt. Insbesondere vor den Wechseljahren sind besonders starke oder verlängerte Regelblutungen nichts Ungewöhnliches. Dabei werden die monatlichen Blutverluste oftmals falsch eingeschätzt und die betroffenen Frauen sind sich einer menstruellen Störung nicht bewusst. 

Zur besseren Einschätzung der eigenen Menstruation wurde in Zusammenarbeit mit der Eisenstoffwechselambulanz Hamburg-Eppendorf ein praktischer Regeltest entwickelt. 

Dieser Test ist unter www.mens-test.de für Sie verfügbar – Die Durchführung ist schnell, einfach und anonym. 

Anhand der Dokumentation des Hygieneartikelverbrauchs hilft er, die Menstruationsstärke richtig einzuschätzen und gibt zudem noch nützlicheTipps. 

 

Denn: Besteht der Verdacht auf eine Menstruationsstörung, sollte auf jeden Fall ein Gynäkologe aufgesucht werden."

 

--> Artikel (der Firma Ferro Sanol)



Das Gehirn an "einer Hand" erklärt

Daniel Siegel, Experte der Neurobiologie, erklärt auf verblüffend einfache Weise das Gehirn: 


Faszien: die oft übersehene Ursache von Schmerzen

Was kann hinter chronischen Schmerzen, Verspannungen und Schiefhaltungen stecken, wenn es nicht die Knochen oder Muskeln sind?

Mit großer Wahrscheinlichkeit spielen dann verkürzte, verdickte und "gestresste" Faszien eine Rolle. Die Faszien, ein umhüllendes, stützendes und bisher wenig beachtetes Bindegewebssystem im Körper, geraten erst seit relativ kurzer Zeit in den Blick der Wissenschaft. Wie man inzwischen weiß, sind Faszien dicht mit Rezeptoren und Nervenenden besiedelt, wodurch sie Schmerzreize aussenden können, und sie reagieren auf Stresshormone mit Kontraktion.

 

Sehen Sie selbst in dieser WDR-Sendung was es mit den Faszien auf sich hat: Auf der Spur der Faszien (Quarks & Co,, 29.01.13, WDR)

 

Warum kann CANTIENICA bei chronischen (auch postoperativen) Schmerzen und Verspannungen helfen? Weil die Methode eine Form von Faszien-Training ist. Wer mit CANTIENICA seine Knochen "sortiert", kann über die gezielten Knochenbewegungen seine Faszien dehnen, massieren, entspannen und so eingeklemmte Nerven befreien. Benita Cantieni, die Körperforscherin und Begründerin der Methode, hat mit Ihrer "Vivatomie" (lebendige Anatomie) und den speziellen Übungen etwas entwickelt, das in vieler Hinsicht seinesgleichen sucht. Denn welche andere Methode kann schon Ihre Kniescheiben zum Fliegen, Ihre Sitzbeinhöcker zum Schielen oder Ihr Brustbein zum Schmelzen bringen? :-)

 



CANTIENICA - zum Schnuppern in Bild & Ton

Einen kleinen Einblick in CANTIENICA-Übungen finden Sie über diesen Link: http://www.brigitte.de/figur/fitness-fatburn/cantienica-1132449/

 

Ein Mini-Workout für Rücken, Kreuz und Hüfte:

https://www.cantienica.com/single-post/2017/09/18/Miniworkout-für-Rücken-Hüften-und-Kreuz

 

12 Cantienica-Übungen (20 Minuten), die einen kleinen Einblick in dieses Körpergefühl geben. Und wenn nicht, dann zu einer Einzelstunde oder in einen Kurs kommen :-)

https://www.youtube.com/watch?v=_VoDd3GX-BU

 

Und hier eine kurze Audio-Beschreibung vom Gehen mit der Cantienica-Methode von Elisabeth Kirchmair: http://www.food4life.at/4306-2/